Unterricht

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Mit Spaß dabei

DAZ / LRS / Dyskalkulie


 Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
An unserer Schule gibt es in jedem Jahrgang zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Diese Kinder sind zwar meist in Deutschland geboren oder leben seit dem Kindesalter hier, doch erlernen sie die deutsche Sprache als Zweitsprache, da im Großteil der Familien die Muttersprache gesprochen wird. Dies hat zur Folge, dass im deutschsprachigen Unterricht große Schwierigkeiten vor allem in den Bereichen des Wortschatzes, der Lesekompetenz, im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch sowie bei der Anwendung grammatischer Regeln bestehen.
Auch an der Haupt- und Realschule richtet sich der Förderunterricht an mehrsprachige Kinder mit Migrationshintergrund, also an Kinder, die durch eingeschränkten Umgang mit der deutschen Sprache Förderbedarf in unterschiedlichen Sprachbereichen haben.
Die Förderung und Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund hat sich die Eichwaldschule Schaafheim zur Aufgabe gemacht. Der Unterricht Deutsch als Zweitsprache ist hierbei ein wichtiger Baustein des Schulcurriculums, der Interkulturalität und Mehrsprachigkeit als wünschenswerte Herausforderung in ihren pädagogischen Schulalltag integriert.
Das Sprachförderkonzept ist Bestandteil des Schulkonzepts seit dem Schuljahr 2012/13. 

 Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)
Der Schriftspracherwerb ist ein aktiver individueller Prozess, der sich in charakteristischen durchdringenden Stufen vollzieht. Zu den Voraussetzungen gehören: verbales Gedächtnis, phonologische und artikulatorische Bewusstheit, melodisch-rhythmische und visuell-graphomotorische Fähigkeiten.
Um Defizite in diesen Bereichen auszugleichen, analysieren wir ab dem ersten Schuljahr fortlaufend die Lernentwicklung der Schüler und Schülerinnen und erstellen individuelle Förderpläne, in die gegebenenfalls familiäre Vorbelastungen, inner- und außerschulische Befunde, Gutachten und Maßnahmen einbezogen werden. Anhand von Schreibproben, Diktaten und freien Texten der Schüler und Schülerinnen schreiben wir ein Fehlerraster. Durch ergänzende standardisierte halbjährliche bzw. jährliche Tests (Rechtschreibtests, Erfolgskontrollen, Tests zur phonologischen Bewusstheit) erfolgt eine quantitative und qualitative Fehleranalyse. Sie entscheidet über weitere Fördermaßnahmen und den Verbleib im wöchentlichen einstündigen LRS-Kurs (Lese-Rechtschreibkurs). Die Testergebnisse werden mit dem Fachlehrer/der Fachlehrerin und mit den Eltern besprochen.
Grundlage für die Arbeit in den LRS-Kursen sind z.B. das rhythmisch-syllabierende Mitschreiten (Methode Buschmann) und folgende Programme und Materialien mit systematischen Lernschritten und Diagnoseverfahren:  Lautgetreue Lese- und Rechtschreibförderung (Reuter-Liehr), Marburger Rechtschreibtraining, Orthograficus u.a..
An den LRS-Kursen nehmen auch Schüler und Schülerinnen mit schwachen Rechtschreibleistungen teil.
Neben dem sicheren lautorientierten Schreiben wird in regelgeleiteten Trainings das orthografische Schreiben sowie die Kenntnis der Wortbausteine gefördert. Grammatische Strukturen auf der Wort-, Satz- und Textebene werden vor allem auch in der Sekundarstufe erarbeitet.
Die Leseleistung kann in den Jahrgangsstufen von den Deutschlehrern und Deutschlehrerinnen im Klassenverband mit verschiedenen bewährten Lesetests überprüft werden. 
Die LRS-Kurse werden in der Sekundarstufe fortgesetzt. Es findet zwischen den abgebenden Lehrkräften der 4. Klassen und den neuen Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen ein Informationsaustausch über LRS-Schüler statt.
Für das häusliche Üben werden gegebenenfalls elternorientierte Fördermaterialien ausgehändigt.

Dyskalkulie

Auch die Förderung von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten beim Rechnen ist neben der Unterstützung von Kindern mit LRS oder DaZ ein besonderes Anliegen des pädagogischen Konzepts der Eichwaldschule.

Die Grundschule führt, wenn bei einem Schüler der Verdacht einer Dyskalkulie besteht, einen Test durch. Die Schule verwendet hierfür den Test „Zareki – R“. Die Klassenkonferenz entscheidet anschließend bei entsprechendem Ergebnis über den Dyskalkulie – Status und entsprechendem Nachteilsausgleichs des Schülers.

Seit dem Schuljahr 2014/15 bietet die Schule erstmals einen Förderkurs für Kinder mit Rechenschwäche im Jahrgang 5 an. Zu Beginn des Schuljahres werden alle Kinder der 5. Klassen mittels eines förderdiagnostischen Rechentests auf eine mögliche Rechenschwäche hin überprüft.

Die Schwierigkeiten, die Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Rechnen haben, sind individuell sehr verschieden. Dennoch können bestimme Fehlertypen Aufschluss über eine mögliche Rechenschwäche geben.
Kinder mit Rechenschwäche haben meist nur ein rudimentär entwickeltes Verständnis des Zehnersystems. Probleme treten häufig schon in der Grundschule vor allem im Bereich des Zehner- oder Hunderterübergangs auf. Auch eine spontane Mengenerfassung und das Verständnis der Mengenkonstanz fallen diesen Kindern sehr schwer. Meist sind Schwierigkeiten bei der Erkennung von Analogien und Rechenvorteilen zu erkennen. Kinder mit Rechenschwäche verfügen oft über nur eine geringe Abstraktionsfähigkeit und eine visuell- räumliche Vorstellung.
Diese typischen Fehler allein sind allerdings keine Hinweise auf eine Rechenschwäche. Vielmehr ist die Häufigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg, in der diese Fehler auftreten, ausschlaggebend.
Die Fehler der Schüler mit Schwierigkeiten beim Rechnen erscheinen häufig für Erwachsene ganz irrational, völlig unverständlich und sind nicht nachvollziehbar. Dahinter steckt in der Regel eine falsche Strategie bzw. das Ausgleichen fehlender Lösungsschritte durch andere bekannte Verfahren, die hier aber zum falschen Ergebnis führen.
Eine sehr häufig angewandte Ersatzstrategie ist das Abzählen. Diese ist meist in kleineren Zahlenräumen noch für die Kinder erfolgreich. In größeren Zahlenräumen stößt dieses System allerdings an seine Grenzen, wodurch immer häufiger Fehler auftreten und Misserfolge bei den Kindern unvermeidbar werden.
Gefördert wird an der Eichwaldschule in zwei Förderkursen, die von einer entsprechend ausgebildeten Lehrerin gehalten werden. Die Schülerinnen und
Schüler werden parallel zum Regelunterricht in Kleingruppen mit speziellen Lernmaterialien für Kinder mit Rechenschwäche ein Mal die Woche gefördert.
Anschauliche, vor allem haptisch orientierte Materialien sollen den Schülern ermöglichen die Grundlagen der Mathematik zu „begreifen.“ Darüber hinaus sollen die Kinder alternative und neue Strategien erlernen, die sie mit der Zeit immer selbstständiger adäquat auf neue mathematische Zusammenhänge transferieren können sollen.
Ziel der Förderung ist es außerdem, die Kinder durch Erfolgserlebnisse im Bereich Mathematik zu motivieren und in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken! 

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